Beim Bloggen ist es wichtig, dass man sich kurz fasst. Die User möchten Informationen erhalten. Daher sollte man Wiederholungen und andere unnötige Komponenten möglichst weglassen.
Der Inhalt spielt eine wichtige Rolle. Er sollte qualitativ hochwertig sein. Besonders bei langen Texten sollte es sich für den Leser lohnen sich alles bis zum Ende durchzulesen. Bei einem langen Text, der jedoch wenig Informationsgehalt besitzt, wird die Quote der Leute, die ihn komplett durchlesen, sehr gering sein.
Doch nicht nur der Inhalt und das präzise Ausdrücken spielen beim Bloggen eine Rolle. Auch die optische Darstellungsform eines Artikels beeinflusst seine Wirkung auf den Leser. Daher hier nun einige Tips, wie man seine Artikel in dieser Art verbessern kann:
1. Überschrift richtig wählen
Die Wahl der richtigen Überschrift für einen Artikel ist bei Erörterung des Einflusses auf den Leser nicht zu unterschätzen. Man könnte sogar sagen, dass selbst der beste Artikel schlecht ist, wenn seine Überschrift nicht passt. Denn: Wer würde einen Artikel lesen, wenn die Überschrift
- nicht den Inhalt des Artikels wiederspiegelt
- kein Interesse beim Leser weckt
Damit sind auch schon die zwei wichtigsten Punkte bei der Wahl der Überschrift genannt: Sie sollte den Inhalt des Posts treffend zusammenfassend und zudem, wenn möglich, das Interesse des Lesers wecken. Der zweite Punkt hängt dann auch davon ab, wie seriös man erscheinen möchte. Reißerische Überschriften eröffnen oft ein größeres Leserspektrum, schrecken aber auch Leser ab, die qualitativ hochwertige Artikel lesen möchten. Diesen Unterschied kann man leicht im Vergleich zwischen Regenbogenpresse, wie zum Beispiel bei Bild oder normalem Journalismus, wie zum Beispiel bei der Süddeutschen Zeitung, erkennen. Die Wahl der Überschrift hängt also auch von der Leserschaft ab.
Ein kleines Beispiel dazu:
Thema: Untergang der Titanic
Überschrift A: Passagierdampfer Titanic versinkt im Nordatlantik.
Überschrift B: Jahrhunderuntglück: Tausende sterben auf Passagierschiff!
2. Absätze einfügen
Ein Artikel sollte gut gegliedert sein. Um dies zu erreichen sollte man Absätze benutzen. Ein Absatz ist ein Abschnitt in einem Text, der optisch durch Leerzeichen vom Rest des Textes abgesetzt ist. Diese Absetzung geschieht in der Regel aufgrund von inhaltlichen Gesichtspunkten. Bei einem Blog sollte man darauf achten, dass man relativ stark gliedert. Den meisten Usern geht es bei einem Blog um “lockere” Informationen und dies sollte auch durch die Gliederung vermittelt werden. Man sollte also nicht zu lange Absätze haben.
Zu lange Absätze können Leser nämlich leicht ermüden. Dies führt dann dazu, dass die Absprungquote bei einem Artikel in die Höhe schnellt. Ist ein Artikel hingegen gut formatiert, ermöglicht dies dem User zwischen verschiedenen Absätzen eine Pause zu machen und sich neu zu fokusieren, um die Informationen weiterhin gut aufnehmen zu können. Zudem erscheint ein Text mit Absätzen dem menschlichen Auge viel schöner. Dies allein kann die Leute schon lesefreudiger machen.
Beispiel: Argumentiert man über ein Thema sollte man versuchen für jedes Argument mindestens einen Absatz zu nutzen. Womöglich ist eine weitere Unterteilung, je nach Länge des Arguments, sinnvoll.
Argument 1
Subargument 1
Argument 2
…
3. Kopfzeilen
Kopfzeilen sind eine weitere gute Methode, um seinen Text zu gliedern. Kopfzeilen sind “kleine Überschriften” im Artikel selbst. Mit ihnen kann man den Inhalt eines Abschnitts präzise zusammenfassen. Man sollte dabei die selben Prinzipien wie bei den normalen Überschriften beachten.
Kopfzeilen dienen dazu, den User auf den folgenden Content vorzubereiten. Er kann sich dann schon geistig auf die folgenden Informationen vorbereiten. Zudem stellen Kopfzeilen eine Navigationsschnittstelle dar. Ist ein Leser nur in bestimmte Informationen eines Artikels interessiert, kann er sich die Teile heraussuchen, die ihm gefallen. Dazu muss er den Artikel nur kurz überfliegen, da ihm die Kopfzeilen den Inhalt schon zusammenfassen. Dies erhöht dann die Quote der Leute, die den Artikel durchlesen. Denn viele Leute wären ansonsten zu faul, um sich die Informationen ohne eine Navigationshilfe zusammenzusuchen.
4. Listen, Aufzählungen, Zitate…
Graphische Elemente wie Listen, Aufzählungen, Zitate, usw. haben einen sehr guten optischen Effekt auf Artikel. Die visuellen Effekte ermöglichen es, bestimmte Punkte zu betonen. Der Blick wird des Lesers wird dann automatisch auf diese Elemente gelenkt. Zudem helfen diese graphischen Elemente bei der Gliederung eines Textes.
Man sollte allerdings daran denken keinen Overkill an Graphik zu bewirken. Existieren zuviele solcher graphischen Elemente kann dies dazu führen, dass der Rest der Informationen nicht mehr korrekt aufgenommen wird. Somit hätte man das Gegenteil des erwünschten Effektes erzielt.
5. Bilder
Bilder sind ebenalls eine tolle Methode, um einen Artikel aufzulockern. Eine Überschrift kann beispielsweise eine ähnliche Funktion wie eine Überschrift erfüllen. Sie kann den Inhalt zusammenfassen. Als visuelles Element kann eine gutes Bild sogar viel besser sein als eine normale Überschrift, da es neuronal anders verarbeitet wird. Wie sagt man doch gleich?
Bilder sagen mehr als tausend Worte
Eine weitere gute Eigenschaft von Bildern ist, dass man mit ihnen die User belohnen kann. So kann man zum Beispiel zwischen verschiedene Abschnitte ein Bild setzen. Dies motiviert dann den Leser dazu einen Abschnitt zu lesen.
Ähnlich wie bei dem obigen Punkt sollte man allerdings darauf achten nicht zu viele Bilder zu nutzen!
6. Typographie und Design
Beim Bloggen sollte man auf die richtige Typographie und das richtige Design achten. Bei der Typographie sollte man einen Font wählen, der gut zu lesen ist, so dass sich der Leser auf den Inhalt fokusieren kann. Manche Leute wählen eher ausgefallene Fonts, die zum Beispiel das Thema der Website, oder Ähnliches, unterstreichen sollen. Davon halte ich aber eher wenig, da dies zu stark vom Content ablenkt. Weniger ist hier also mehr!
Genauso verhält es sich mit dem Design. Dazu gehört zum Beispiel die Hintergrundfarbe eures Blogs. Der Text sollte so gut wie möglich zu lesen sein und man sollte nicht allzusehr vom Design abgelenkt werden.
Ihr seht also, dass eine gute Artikelformatierung und Darstellung eine wichtige Rolle beim Schreiben eines Artikels spielt. Ist die Formatierung schlecht, bringt selbst der beste Inhalt nichts!
Fallen euch noch weitere Tips ein, wie man einen Artikel gestalten kann, um ihn lesbarer zu machen? Worauf achtet ihr beim Schreiben von Artikeln?
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März 31st, 2009 at 12:09
Schöner Artikel. Habe mir einige Dinge hinter meine Ohren geschrieben. Danke
März 31st, 2009 at 12:26
Ein Artikel sollte nach Möglichkeit nicht zu lang sein. Rund 300 Wörter wäre ein idealen Ansatz wobei hier nicht so sehr eine genaue Zahl an Wörter den Ausschlag gibt.
Längere Artikel (ab 550 Wörter) sollte man in zwei Artikel trennen.
März 31st, 2009 at 12:31
Dafür hatte ich auf meinem alten Blog mal ein Plugin, dass den Artikel dann in 2 Teile geteilt hat. Bei solch langen Artikeln ist das vielleicht echt sinnvoll. Mal sehen, ob ich das wieder einbauen werde.
März 31st, 2009 at 13:26
Wenn ich mir so viel Mühe für meine Leser gebe, sollte ich auch etwas an die Suchmaschine denken und die Überschriften ab h1 beginnend gliedern.
Günstig ist es auch, für die innere Verlinkung und die Verlinkung in der Blogosphäre und die Leser, wenn man Beispiele oder ergänzende Beiträge mit angeben kann.
März 31st, 2009 at 13:32
Gut wäre auch so eine art interne Review mal zu machen. Zum Beispiel wie erfolgreich waren meine Artikel der letzten 6 Monate?
Wer hier dann ein passenden Link zu seine bisherigen Artikel schreibt bekommt schon eine gute interne Verlinkung. Mag zwar eine Menge Arbeit sein aber durchaus eine Möglichkeit.
März 31st, 2009 at 13:48
@trendscout: Ja klar die Gliederung für die Suchmaschinen ist auch wichtig. Diese ist allerdings fast gegeben, wenn man sich daran gewöhnt seine Beiträge ordentlich mit Teilüberschriften zu versehen. Interne Verlinkung ist auch ein wichtiger Bestandteil, an dem wir gerade arbeiten.
@Peter: Eine gute Idee. Das könnte man sogar jeden Monat machen. Ein Review über den Blogstart im Monat März wird es bald auch geben.
März 31st, 2009 at 21:33
Super Post… Kann ich dir in allen Punkten nur zustimmen und werde einige gleich umsetzen.
Mfg
Sascha
April 1st, 2009 at 11:05
[...] Dies ist ein Gastartikel von Andy von bloxxo.de [...]
April 1st, 2009 at 20:10
Jup, kann Dir bei diesen Punkten auch nur zustimmen. Wenn man das alles berücksichtigt, ist ein Artikel wirklich gut Lesbar und weckt somit auch das Interesse des Lesers.