Natürliches Gas, welches in Eiskristallen enthalten ist, könnte eine neue Energiequelle sein – und das vielleicht sogar emissionsfrei. Allgemein werden Stoffe, die aus Wasser und einem anderem Stoff in der festen Phase vorliegen als Clathrate bezeichnet. In diesem Fall handelt es sich um Methanclathrat. Die Wassermoleküle lagern sich zu Käfigen zusammen, die einzelne Methanmoleküle in sich aufnehmen. Das Verbrennen von solchem Eis würde zu einer CO2-Emission führen. Eine neue Methode ist vielversprechend: Sie könnte diese Art der Energiegewinnung emissionsfrei machen!
Aufgrund der chemischen Eigenschaften von Methanclathrat bevorzugt es CO2 als Bindungspartner. Führt man also gasförmiges CO2 zu einem Clathrat hinzu, wird das Methan abgespalten. Durch die Trennung des Methans entsteht bei der Verbrennung somit kein CO2 mehr.
Rivalen
Es existieren jedoch auch Konkurrenztechnologien: Förderung des Methans durch Erhitzung der Eiskristalle war bisher noch nicht effektiv. Möglich ist es jedoch, den Druck des Eises durch Herauspumpen von Flüssigkeit zu senken, um das Methan zu erhalten. Die neu entwickelte Technologie müsste sich also erst gegen dieses Verfahren durchsetzen.
Ursprung des CO2
Das CO2 welches für diese Methode genutzt wird stammt aus der normalen Methangasnutzung. Dieses enthält immer einen gewissen Anteil an CO2, welches in unterirdische Kammern gepumpt wird. Jenes CO2 könnte nun genutzt werden, um das Methan aus den Clathraten zu fördern.
Die Menge des in Hydraten enthaltenen Methans ist mit 10^15 bis 10^17 Quadratmetern ziemlich groß. Der Großteil der Vorräte soll durch den Menschen erreichbar sein.
Vorkommen
Die meisten Vorräte befinden sich in Sedimenten unterhalb des Seebodens. Die am besten studierten Vorkommen liegen in Alaska, dem Golf von Mexiko und dem japanischen Meer. Davon sind die Vorräte in Alaska am Reichsten. Länder wie die USA, Kanada, Japan und Korea interessieren sich sehr für Clathrat-Energiegewinnung.
Kritik
Ein Problem bei der Technologie ist das CO2, welches genutzt werden soll. Denn dieses müsste trotz des natürlichen Ursprungs zunächst an den jeweiligen Ort gebracht werden, an dem das Clathrat vorliegt. Dies würde dann trotzdem ökologische Auswirkungen haben – eine gänzliche Emissionsfreiheit würde also nie vorliegen, außer in dem Fall, dass die CO2-Quelle direkt am Ort des Abbaus vorliegen würde. Außerdem müsste die Technologie natürlich noch ausreifen, sodass sie im industriellen Maßstab funktioniert. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Energiequelle ist nicht regenerativ. Irgendwann wird diese dann genauso wie Öl, Kohle, usw. auslaufen.
Welche Technologien haltet ihr für die Energiegewinnung in der Zukunft für relevant? Hat die Clathrat-Energiegewinnung eurer Meinung nach Chancen gegen die anderen Methoden zur Energiegewinnung?
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März 25th, 2011 at 17:56
intressant. Nur mir will sich nicht erschließen, wo das Eis zur Energiegeninnung herkommen soll ohne das selbst Energie dafür aufgewendet werden muss. Raubbau an den Polkappen um eben Diese vor dem Abschmelzen zu bewahren wäre ja mehr als Paradox…