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Sind Nischen-Blogs besser als normale Blogs?

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Sind Nischen Blogs besser als normale Blogs?

Bild von Richard Carter

Heutzutage trifft der Term “Nischen-Blog” auf eine Vielzahl von Blogs zu. Doch dies war nicht schon immer so. In den letzten Jahren haben Nischen-Blogs immer mehr an Bedeutung gewonnen. Was meint man eigentlich mit dem Begriff “Nischen-Blog”? Sind Nischen-Blogs überhaupt besser als normale Blogs? Was sind die Vor- und Nachteile?


Was versteht man unter einem Nischen-Blog?

Unter einem Nischen-Blog versteht man einen Blog, der einen bestimmten inhaltlichen Fokus hat. Dies bedeutet, dass nicht über alle möglichen Themen, sondern nur über einen bestimmten Themenkomplex gebloggt wird. Das Nischen-Bloggen ist eine noch recht junge Erscheinung, die vor allem aufgrund verbesserter Verdienstmöglichkeiten in Erscheinung getreten ist.

Woher kommt die Bezeichnung “Nische” eigentlich her? Das Wort “Nische” stammt eigentlich aus der Biologie, genauer aus der Ökologie. Dabei bezeichnet man mit einer Nische einen Lebensraum für eine bestimmte Tierpopulation. Daher kommt auch das Titelbild zum Thema.

Was sind die Vorteile von Nischen-Blogs?

Nischen-Blogs haben eine Reihe von Vorteilen gegenüber “normalen” Blogs. Diese wirken sich – wie oben beschrieben -hauptsächlich positiv auf den Profit, den man durch das Bloggen erzielen kann, aus. Hier die Vorteile auf einen Blick:

  1. Werbung:Dadurch, dass man eine festes inhaltliches Thema hat, wird es möglich die Werbung exakt auf dieses Thema abzustimmen. Man kann dann beispielsweise Affiliate Programme besser als ein herkömmlicher Blog nutzen.
  2. Besucher: Für einen Nischen-Blog kann es leichter sein, eine Stammleserschaft zu entwickeln. Denn die meisten Leute interessieren sich nur für eine begrenzte Anzahl an Themen. Ist die Themen-Vielfalt eines Blogs zu groß hat dies zur Folge, dass weniger User am Blog hängenbleiben. Auf der anderen Seite spricht natürlich ein Nischen-Blog allgemein einen kleineren Personenkreis an, was nachteilhaft ist.
  3. Inhaltliche Tiefe:Sucht man tiefgreifende Informationen zu einem Thema ist man mit einem Nischen-Blog im Allgemein besser bedient, als mit einem normalen Blog. Denn umso stärker man sich auf ein Thema fokusssiert hat, desto mehr geht man auch ins Detail. Blogs, die sich mit einer großen Anzahl an verschiedenen Themen beschäftigen, schneiden die meisten Punkte in der Regel eher kurz an und gehen nicht in die Tiefe.
  4. Leser-Identifikation:Dadurch, dass ein Thema ausführlicher behandelt wird, erleichtert man die Identifikation der Leser mit dem Blog. Denn wenn die Leser richtig fasziniert von dem jeweiligen Thema sind, dann trifft der Blog genau ins Schwarze und wird den User in seinen Bann ziehen.
  5. Vermarktung: Auch für die Vermarktung eines Blogs, kann es nützlich sein, sich auf ein bestimmtes Thema festzulegen. Denn schon allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda kann viel erreicht werden: Ist man “DER Technikblog im Netz”, dann wird sich das schnell herumsprechen. Schreibt man hingegen zu vielen Themen immer nur ein bisschen, wird es höchstwahrscheinlich schwieriger, sich einen Namen zu machen, da hierbei keine spezielle Szene angesprochen wird. Ein Nischen-Blog wird daher einem User eher in Erinnerung bleiben, weil er inhaltlich stärker aus der Masse heraussticht und sich von anderen Blogs dadurch absetzt.
  6. SEO: Durch die inhaltliche Festlegung entstehen auch Vorteile bei der SEO. Denn schließlich sind dadurch die Keywords des Blogs stärker ausgeprägt. Zudem besteht mit großer Wahrscheinlichkeit eine bessere Verlinkung aufgrund großer Bekanntheit in der jeweiligen Nische.

Nischen-Blogs sind nicht alles!

Obwohl die Anzahl an Nischen-Blogs immer mehr zunimmt, gibt es immer noch Blogs, welche ein allgemeineres Konzept verfolgen. Auch dies kann Vorteile haben:

  1. Leserkreis: Da die Themen allgemeiner gewählt sind, spricht man eine größere Anzahl von Leuten an. Verluste muss man dabei jedoch bei der Stammleserschaft in Kauf nehmen.
  2. Größere Abwechslung: Die Themen-Vielfalt bei einem normalen Blog ist deutlich größer als bei einem Nischen-Blog. Somit besteht viel mehr Abwechslung beim Inhalt. Somit ist es unwahrscheinlich, dass die Inhalte eines Themengebietes ausgeschöpft werden, so dass es repetitiv wird. Aber nicht nur der Leser hat dadurch Vorteile. Auch der Blogger selbst hat womöglich mehr Spaß beim Bloggen, da er die freie Wahl hat: Er kann nach Lust und Laune über jedes Thema seiner Wahl bloggen. Einem Nischen-Blogger hingegen wird diese freie Wahl genommen, so dass es dann für den Schreiberling selbst dann einmal langweilig werden könnte.
  3. Besseres Image: Moralisch sind normale Blogs Nischen-Blogs überlegen. Denn – wie oben erläutert – geht es bei einem Nischen-Blog in der Regel um eine Maximierung der Gewinnspanne. Hat man also keinen Nischen-Blog, dürfte dem Leser sofort klar sein, dass es hier stärker um die Inhalte als um das Geld geht. Somit besteht automatisch eine positive Einstellung zum Blog. Bei Nischen-Blogs könnten manche Leute hingegen automatisch negative Gedanken in den Kopf kommen.

Und welche Blog-Art ist nun besser?

Für mich persönlich fällt die Wahl auf den Nischen-Blog. Denn ich sehe Blogs als ein Nischen-Medium an. Denn der Großteil der Bevölkerung befasst sich nicht bewusst mit Blogs. Insofern spricht man automatisch schon eine gewisse Minderheit an. Daher halte ich es aus diesem Grund nur für richtig die Inhalte noch stärker zu bündeln, um überhaupt ein Interesse beim Leser zu erwecken. Auch sind die Vorteile in Sachen Verdienstmöglichkeiten und Bekanntheitsgrad ebenfalls nicht zu verachten – vielleicht genau aus diesem Grund?

Ich würde jedoch nicht sagen, dass normale Blogs gar keine Daseinesberechtigung haben. Es gibt ja durchaus einige Blogs, die keine Nische haben und die dennoch recht populär sind. Ich denke aber, dass sich an der momentanen Situation bezüglich Nischen-Blogs wenig ändern wird, solange Blogs noch nicht zum Massenmedium geworden sind. Denn für allgemeine Informationen schauen die Leute heutzutage immer noch lieber in die Zeitung oder ins Fernsehen.

Die Zukunft von “herkömmlichen” Blogs hängt also davon ab, inwiefern sich die Bekanntheit von Blogs in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Was ist eure Meinung?

Seid ihr auch der Meinung, dass Nischen-Blogs die Zukunft gehört? Oder denkt ihr, dass der Trend sogar andersrum, in Richtung allgemeine Blogs gehen könnte? Welche Vor- und Nachteile seht ihr an den beiden Konzepten?

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28.Mai.2009, Autor: Matze 
Tags: Allgemein, besser, blog, fokus, fokussierung, geld, inhalt, inhaltlich, nische, sinnvoll, werbung

10 Antworten to “Sind Nischen-Blogs besser als normale Blogs?”

  1. Peter
    Mai 28th, 2009 at 09:30

    Nischenblogs haben vor allen als neue Blog es meist leichter eine gewissen Stand zu erreichen. Ein allgemein gehaltene Blog mag zwar auf den ersten Blick sogar als lohnenden erscheinen, jedoch muss man hier schon viel Glück haben damit sowas als vollkommene neue Blog ein erfolg wird.

    Was vielleicht auch gut funktionieren würde wäre ein Nischenblog der zur gut 90% beim Thema bleiben würde und nur die restlichen 10% vielleicht allgemeine Themen widmet.


  2. Marc
    Mai 28th, 2009 at 10:48

    Ich betreibe auch einen Nischenblog.. ich schreibe über genau das, was MICH interessiert – das ist einmalig!

    ;-)


  3. hombertho
    Mai 28th, 2009 at 13:23

    Wie Marc es eigentlich schon treffend sagt, hat doch eigentlich jeder einen Nischenblog, da er seine Sicht der Dinge bloggt, die einmalig sind.
    Ich finde das Hauptproblem bei Nischenblogs bzw Themenblogs liegt darin, dass wenn man sich schon auf ein Thema spezialisiert hat auch kräftig dazu bloggt und was schreibt. Da kann einem schnell die Themen ausgehen. Bei einem normalen Blogs läuft man dafür schnell in den Nachteil, dass man nicht immer den Geschmack der Leser trifft und so auch es besonders schwer hat einen festen Leserkreis aufzubauen. Ich denke es wird in Zukunft auch weiterhin Nischen und normale Blogs geben.


  4. nastorseriessix
    Mai 28th, 2009 at 14:25

    Also ich sehe das genau so wie Marc und betreibe meinen Blog auch so. ;)

    Der Unterschied bzw. die klare Grenze zwischen Nischenblog und NichtnischenBlog zu finden ist einfach auslegungssache und zudem Ansichtssache. ;)


  5. Nischenthema Wordpress? | blogcraft.de
    Mai 29th, 2009 at 01:45

    [...] bloxxofußnoten:der Begriff war schon immer falsch benutzt worden, besser: die Webseiten oder die [...]


  6. impuls2008
    Mai 29th, 2009 at 08:27

    [...denn ich sehe Blogs als ein Nischen-Medium an. Denn der Großteil der Bevölkerung befasst sich nicht bewusst mit Blogs.]

    Dies sehe ich etwas anders:

    Die Anzahl von Blogs steigt täglich, zu fast jedem Thema. Wer die SERPs in Suchmaschinen einmal etwas aufmerksamer analysiert wird feststellen, dass Blogs im allgemeinen auch besser ranken als statische Seiten, dies liegt unter anderem auch daran, dass dort bestimmte Themen häufiger mit relevanten Keywords gestützt sind, UND im wesentlichen auch, dass dort in der Folge auch ein höherer PR (Linkstärke) zugrundeliegt.

    Exponierte Positionen in Suchmaschinen bringen daher auch unweigerlich die entsprechende Reichweite mit sich, so sind Blogs mittlerweile (aus den genannten Merkmalen abgeleitet) eine fest eingefügte und beachtete Komponente unserer derzeitigen Medienlandschaft.

    Hinzu kommen die technisch bedeutend besseren Möglichkeiten in Bezug zur Kommunikation mit anderen Medien via RSS etc., gegenüber statischen Websites.

    Im Fazit sehe ich (und natürlich auch eine Menge anderer Betrachter der Szene) eine ständig wachsende Bedeutung dieses Informationskanals, dies besonders innerhalb der Hauptzielgruppen unserer internetnutzenden Userbandbreite / Gesellschaft. Dies ist nebenbei angemerkt auch genau die Hauptzielgruppe, auf deren Befürfnisse die komplette Werbewirtschaft primär fokussiert ist.

    Diese Tendenzen sind nicht nur wachsend – sondern rasant steigent, insofern stimmt meiner Meinung nach die obere Teilaussage nicht.

    Warum sonst gäbe es neben der Printversion noch zusätzlich einen Bild- Blog oder die vielen Online- Ableger der traditionellen Medien, ebenfalls IN BLOGFORM?

    Andererseits muss man sich dessen bewusst bleiben, dass die oben angesprochene Teil der Leser von Blogs in der Hauptsache reine Informations- Konsumenten und keine aktiven Leser sind.

    Zum Artikelthema denke ich, dass das Thema eines Blogs völlig wurscht ist, solange sich ausreichend Personen mit den dortigen Inhalten identifiztieren können, wie auch immer dieses Interesse dann letztlich geartet ist.


  7. Schocker Blogger
    Mai 29th, 2009 at 10:20

    Naja, Nischenblogs habe es nicht unbedingt leichter. Meiner Meinung nach kommt es auf das Thema / Nische an, ob ein Blog richtig erfolgreich sein kann. Ein Bananenblog hat zum Beispiel nicht so eine große Erfolgsaussicht, als ein Blog, der sich speziell um neuartige Schienensysteme für Modelleisenbahnen dreht.


  8. Horst Schulte
    Mai 31st, 2009 at 16:00

    Meine Beiträge sind thematisch gemischt und in diesem Sinne ist das Blog eher doch kein Nischen- sondern eher ein Mischblog. :-)

    @Schocker Blogger: Was ist denn ein Bananenblog? Gibt so etwas wirklich? Vielleicht liest man dort etwas über die von der EG vorgegebene Krümmung einer Banane, die im “vereinten” Europa verkauft werden soll. Ach nee, das waren Gurken, keine Bananen. Ich sehe gerade, dass es wirklich einen Bananenblog gibt. Der wurde aber schon 2005 eingestellt.


  9. Schocker Blogger
    Juni 2nd, 2009 at 10:45

    Bananenblog sollte eigentlich nur als Synonym für ein Nischenthema stehen ^^

    Wusste auch nicht, dass es wirklich so was gibt / gab :D


  10. Stevenson
    April 25th, 2010 at 14:50

    Wenngleich der Artikel schon etwas älter ist möchte ich gerne noch einen Punkt ergänzen. Ich denke ähnlich wie manch anderer, der hier kommentiert hat. Es ist unheimlich schwer einen Nischenblog genau zu definieren. Denn in der Regel hat jeder Blog ganz spezielle Themen und ganz bestimmte Zielgruppen. Und wenn nicht dann handelt es sich in gewisser Weise bereits um ein Newsportal. Allerdings sehe ich es hierbei als sehr schwierig an ein gewisses Profil entwickeln zu können.
    Doch nochmals zurück zu dem Thema Nischenblogs: Blogs, die wirklich eine sehr kleine Zielgruppe mit eher exotischen Themen ansprechen, haben mit Sicherheit den Vorteil, dass die Mitbewerberdichte weitaus geringer ist als in weitläufigeren Themebereichen. Das hat zur Folge, dass ich mit regelmäßigen Posts sehr schnell in den Suchmaschinen ganz nach vorne stoßen und somit (unter Umständen) schneller Einnahmen mit Google Adsense machen kann. Affiliatemarketing möchte ich hier mal bewusst außen vor lassen, denn dies lohnt sich meines Erachtens erst richtig, wenn man eine gewisse Größenordnung an Besuchern und Page Impressions vorweisen kann, da es sich ansonsten nicht für den Affiliateanbieter lohnt.

    Aber ob Nischenmarkt hin oder her – im Endeffekt kommt es immer wieder auf dieselben Voraussetzungen an, ob ein Blog erfolgreich wird oder nicht:
    Bringe Deine persönliche Duftnote in Deinen Blog, kombiniert mit einem ansprechenden Design, gutem, regelmäßigem und aktuellem Content und vor allem Geduld, Kommunikationsfähigkeit und Ausdauer.


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